Publikationen der Carl-Zuckmayer-Gesellschaft

Zweites Aufgabenfeld der Gesellschaft ist die schrittweise wissenschaftliche Aufarbeitung des literarischen Nachlasses des rheinhessischen Schriftstellers. 1975–1997 geschah das in Form von Zuckmayer-Blättern, seit 1998 sind diese abgelöst von den weitaus umfangreicheren, von der Forschung wie vom Lesepublikum geschätzten Zuckmayer-Jahrbüchern und -schriften. Für deren editorische Arbeit konnten namhafte Wissenschafter wie Erwin Rotermund, Hans Wagener und – heute federführend – Gunther Nickel gewonnen werden. Darunter so kontrovers diskutierte Editionen wie Zuckmayers „Geheimreport“ (2002) oder dessen ebenso lesenswerter „Deutschlandbericht“ (2004).

Literarische Veranstaltungen rund um Carl Zuckmayer

Zudem finden in Nackenheim, Mainz und der näheren Umgebung gut aufgenommene literarische Veranstaltungen zum Werk Carl Zuckmayers und dessen dichterisch-künstlerischem Umfeld statt.

Dazu gehörten 2009/10 etwa die szenischen Lesung „Vom selben Fleck Erde, Kinder desselben Gottes«. Eine rhein-hessische Freundschaft (über Zuckmayers Darmstädter Dichterkollegen Hans Schiebelhuth) oder eine gemeinsam mit der Anna-Seghers-Gesellschaft erarbeitete Soirée zum differenzierten Heimatbegriff der beiden aus Mainz gebürtigen Schriftsteller. Beide Veranstaltungen sind im Jahr 2011 erfolgreich wiederholt worden, letzere im Kontext der Reihe "Rheinhessen liest".

Im März 2010 hatten Ensemblemitglieder der CZG auf erneute Einladung der Mainzer Volksbank im MVB-Forum zudem eine von Prof. Dr. Gunther Nickel konzipierte szenische Lesung unter dem Titel Der andere Zuckmayer. Carl Zuckmayer in seinen Briefen realisiert. Im März 2011 hat außerdem eine literarische Weinprobe zum Thema Zuckmayers Weinwelten im Weingut Leonhard in Nackenheim Premiere gehabt, bei der abseits der ausgetretenen Weinprosa-Pfade auch unbekanntere Texte des Schriftstellers rund um Wein und Rebe vorgetragen wurden.

Insgesamt Belege genug für die lebendige regionale Verehrung des rheinhessischen Autors und willkommene Gelegenheit, die unbekannteren Seiten Zuckmayers – jenseits des Fröhlichen Weinbergs – kennen zu lernen.